
Gesundheitliche Chancengleichheit in Europa

Das WHO Gesunde-Städte-Netzwerk, eine Ende der 80er Jahre gestartete Initiative des europäischen Regionalbüros der WHO, verfolgt das Konzept einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik. Es geht um die Verbesserung des körperlichen, geistigen und seelischen Wohlbefindens und der Lebensbedingungen der Menschen in den Städten Europas. Das Gesunde-Städte-Netzwerk bietet einen erfolgreichen Ansatz zur praktischen Umsetzung von WHO Strategien – z.B.: Ottawa Charta, "Gesundheit für Alle im 21. Jahrhundert" - auf kommunaler Ebene. Neben zahlreichen, im Laufe der Zeit wechselnden, inhaltlichen Schwerpunkten stehen stets die Auseinandersetzung mit den Determinanten von Gesundheit und die Frage der gesundheitlichen Chancengleichheit im Zentrum.
Gesundheitliche Chancengleichheit in Europa
Der Beitritt der Stadt Wien im Jahr 1988 kann als Geburtsstunde der Gesundheitsförderung in Wien betrachtet werden. Wien ist als einzige Stadt Österreichs Mitglied des Gesunde Städte-Netzwerks der Europäischen Region der WHO und kooperiert somit mit bis zu 100 europäischen Städten und der WHO Europa direkt. Über nationale und regionale Netzwerke in 30 Ländern sind allein in Europa weitere 2000 Städte involviert. Das Thema Gesundheit und gesundheitliche Chancengleichheit in allen Bereichen der Lokalpolitik zieht sich neben wechselnden inhaltlichen Schwerpunkten wie ein roter Faden durch das Gesunde-Städte-Netzwerk und steht auch im Zentrum der derzeit laufenden Phase V. Alle Mitgliedstädte sollen an dieser übergeordneten Thematik arbeiten und dabei ein besonderes Gewicht auf Maßnahmen legen, die an den sozialen Determinanten von Gesundheit sowie an Ungleichheiten im Gesundheitsbereich ansetzen. Dieser Fokus der WHO steht im Einklang mit der Strategie der Wiener Gesundheitsförderung, mit der durchgehenden Berücksichtigung des sozialen Status sowie der besonderen Betonung der Arbeit in sozial benachteiligten Grätzeln.

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